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Israelitischer Friedhof in Dessau
Gedenktafel an der Stelle des Geburtshauses
Haus der Jüdischen Gemeinde Dessau in der Kantorstraße
Mendelssohn-Büste im Stadtpark Dessau

Mendelssohns Spuren in Dessau

Israelitischer Friedhof

Auf dem Dessauer Israelitischen Friedhof befinden sich die Grabsteine des Vaters, der Mutter, der Schwester Jente und weiterer Verwandter Mendelssohns. Die ursprünglichen Plätze der einzelnen Gräber sind infolge der Zerstörungen während des Nationalsozialismus allerdings nicht mehr ermittelbar. Auf dem Friedhof befand sich bis 1938 auch das Dessauer Moses Mendelssohn-Denkmal, das 1890 zunächst auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof aufgestellt, in der NS-Zeit jedoch zum Friedhof verbracht worden war. Im Novemberpogrom 1938 wurde es zerstört und später eingeschmolzen.

Gedenktafel an der Stelle des Geburtshauses

Moses Mendelssohn wurde im Hofgebäude des Hauses Nr. 337, später Spittelgasse 10, dann Hospitalstraße Nr. 10, dann Askanische Straße Nr. 10 geboren. Im Zuge der Neugestaltung des kriegszerstörten Dessauer Stadtzentrums wurden die Gebäude bzw. ihre Nachfolger 1952 abgetragen. An dieser Stelle befindet sich heute der Wohnblock Askanische Straße 8–18. Eine aus dem Jahr 1880 stammende, 1979 neu angebrachte Gedenktafel aus weißem Marmor erinnert an die Bedeutung dieses Ortes.

Gedenkstele für die Dessauer Synagoge

Die 1908 eingeweihte Dessauer Synagoge in der Steinstraße, Ecke Askanische Straße, der vierte nachweisbare Synagogenbau in der Stadtgeschichte, wurde im Novemberpogrom 1938 geschändet, geplündert, in Brand gesetzt und später abgetragen. An ihrer Stelle befindet sich heute eine Gedenkstele. In diesem Bereich befand sich auch die von Moses Mendelssohn besuchte, 1729 errichtete alte Synagoge.

Gedenktafel am Haus der Jüdischen Gemeinde

Nur wenige Schritte von der Gedenkstätte für die 1938 zerstörte Dessauer Synagoge entfernt, befindet sich in der Kantorstraße das Gebäude der heutigen Jüdischen Gemeinde zu Dessau e.V., das ehemalige Rabbinerhaus. Im Vorgänger des Gebäudes befand sich die Talmud-Lehranstalt des Rabbi David Fränckel, die der junge Mendelssohn besuchte. Im Eingangsbereich des Gebäudes ist eine Mendelssohn-Gedenktafel angebracht.

Mendelssohn-Büste im Stadtpark

Anlässlich der 250. Wiederkehr seines Geburtstages wurde im Dessauer Stadtpark eine Moses-Mendelssohn-Büste eingeweiht. Ihr Schöpfer ist der Bildhauer Gerhard Geyer.

 
     
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